Wir erlebten den Sonnenaufgang während der Fahrt auf dem Oodnadatta Track. Die Sonne tauchte die Wüste in orange-rotes Licht, es war eine traumhafte Stimmung.
Wir freuten uns auf die Fahrt durch die Wüste.
Der kleine Ort Marree liegt nördlich der Flinders Range und ist der Ausgangspunkt für den Birdsville Track und den Oodnadatta Track.
Von Marree aus gingen früher die afghanischen Kamelkarawanen, um die umliegenden Farmen mit dem Notwendigen zu beliefern. Dann wurde die Eisenbahnlinie gebaut, die Kamele wurden überflüssig und freigelassen, und der Zug wurde nach ihnen "The Ghan" benannt.
Der Oodnadatta Track geht entlang dieser alten Eisenbahnlinie, die von Adelaide nach Alice Springs führte. Auf dem Bahnhof in Marree stehen noch Waggons und eine verrostete Lokomotive.
Der Bahndamm hat der Belastung des Zuges nicht lange standgehalten, es wurden zu viele Reparaturen notwendig. Schließlich baute man eine neue Bahnlinie ungefähr 190 km westlich der alten. Der neue Ghan verbindet seit 1980 Adelaide mit Alice Springs und führt seit kurzer Zeit bis in den Norden nach Darwin.
Der Bahndamm des alten Ghan verfällt immer mehr. Während der Fahrt auf dem Oodnadatta Track gab es für uns eine Menge zu sehen:
Callanna Siding mit einem verrosteten Wassertank, kleine zusammengefallene Brücken über trockene Creeks und alte verfallene Bahnhöfe mit fremd klingenden Namen, in denen giftige Schlangen wohnen.
Peake Railway Siding ist eine oft fotografierte Ruine.
Curdimurka Railway Siding ist die einzige Ruine, die noch einigermaßen gepflegt wird, weil hier alle zwei Jahre ein Festmahl stattfindet.
Am Warriner Creek liegen mitten in der Wüste die Reste alter Ackergeräte. Auf einem Schild kann man lesen, wie hart die Menschen früher gearbeitet haben.
Wir überquerten den Dog Fence, der heute noch eine Länge von etwa 5.400 km hat und der die Dingos von den Schafen fernhalten soll.
Eine gute Detailkarte half uns, die richtigen Wege auch abseits des Tracks zu finden.
Einige Kilometer Fahrt über eine Sandpiste führte uns zu den heißen Quellen der Mound Springs. Das heiße Wasser sprudelt aus der Erde und die Mineralien bilden kleine Hügel um die Quellen.
Ein Abstecher in die Painted Desert lohnte sich auf jeden Fall. Die Farben der Felsen beeindrucken auch ohne Sonne.