Stuart Highway und Alice Springs

Mit einer geführten Reisegruppe fährt man niemals den Stuart Highway nach Süden runter. Die Strecke ist viel zu lang, dafür nimmt man besser ein Flugzeug.

Wir hatten ein Auto und viel Zeit.

Mit unserem Bushcamper haben wir den Stuart Highway mehrmals unter die Räder genommen. Von hier aus zweigen die Highways ab nach Osten und Westen.

Blühende alte Akazie

Man hat uns gesagt, wir würden uns auf der langen Fahrt langweilen, weil die Landschaft so eintönig ist.
Für jemand, der seine Augen nur oberflächlich nach rechts und links schweifen läßt, mag das stimmen.

Aber nicht für uns. Von Darwin bis Alice Springs brauchten wir fünf Tage, weil wir so oft anhalten mußten.
Wir entdeckten kleine Besonderheiten:

Hier eine Akazie, die trotz ihres gebeugten Alters noch mit ihren Artgenossen um die Wette blüht,

dort einen witzigen Termitenhügel, der aussieht wie ein kleiner Junge, der die Hände in den Hosentaschen vergraben hat.

Termitenhügel
Stuart Highway

Leider aber auch viele von Roadtrains und unaufmerksamen Autofahrern überfahrene Tiere.




Devil's Marbles - Murmeln, zu groß zum Spielen

Die Devil's Marbles
beeindrucken durch ihre Form und Größe.

Von der Natur gespaltene Marble Churchill's Head










Manchmal treibt die Natur seltsame Blüten: Abseits des Highways fanden wir diese lustige Felsformation. Der Hinweis lautete: Churchill's Head!
Ein Witzbold hatte ihm einen Stock als Zigarre in den "Mund" gesteckt.
Sieht er nicht wunderbar echt aus?

Alte Poststelle im Daly Waters Pub






Ein Muß ist der Stop an dem kuriosen Daly Waters Pub. An der Decke und den Wänden findet man kaum noch einen freien Platz, der nicht mit Andenken der Besucher bedeckt ist.


Alice Springs

Alice Springs, von den Australiern liebevoll "The Alice" genannt, ist keine Stadt, die man im Vorbeigehen ansieht. Es sind viele alte Gebäude aus der Siedlerzeit, Museen, Galerien und eine Menge Läden mit Kunst der Aborigines zu besichtigen. Wir nahmen die Stadt als Standort und machten von dort aus unsere Ausflüge.

In Alice Springs regnet es nur sehr selten, vielleicht alle zehn Jahre einmal. Der Todd River, der durch die Stadt führt, hat nur selten Wasser.

Todd River in Alice Springs

Es gibt im Flußbett Wanderwege, Bänke und Grillstationen. Und natürlich viele herrliche, alte Gumtrees, die den nötigen Schatten spenden. Es ist ein Tummelplatz für die Menschen und die Tiere.

Galah-Schwarm im Todd River

Einmal im Jahr findet ein großes Volksvergnügen statt. Es gibt ein Bootsrennen, denn darauf will man trotz fehlenden Wassers nicht verzichten.
Die Boote werden selbstgebaut, zum Beispiel aus Bierdosen oder anderem einfachem Material. Die Hauptsache ist, es sieht irgendwie nach Boot aus. Diese werden von den Männern im Laufschritt durch das trockene Flußbett getragen. Das originellste Boot wird am Ende prämiert.
Nur wenn es regnet und der Fluß Wasser führt, fällt das Bootsrennen aus.

Alice Springs und die Heavitree Gap
Ansac Hill und Memorial

Vom Ansac Hill, dem Denkmal für die gefallenen Soldaten, hat man einen herrlichen Rundblick über die Stadt und ihre Umgebung.