Isle of Skye

Licht und Farbe

Es heißt, Skye sei die schönste Insel der Hebriden. Wir können das nur bestätigen. Selbst dunkle Regenwolken geben dem Land eine romantische Stimmung und die Sonne taucht die Insel in traumhafte Farben.

Skye hat alles, was man von Schottland erwartet: Einsame und felsige Landstriche wie die Quiraings auf der Halbinsel Trotternish, bedrohlich wirkende Berge wie die Cuillin Hills im Süden, Museen, Dunvegan Castle und vieles mehr.

Wir suchten uns in Portree eine Unterkunft, der Ort liegt schön zentral. Von hier aus machten wir Ausflüge über die ganze Insel. Natürlich sahen wir uns erst die bekanntesten Plätze an.

   Bluebells               Blühende Heidelandschaft

Auf der Fahrt quer durchs Land von Osten nach Westen ist die Landschaft sehr abwechslungsreich. Fast nach jeder Kurve bekamen wir einen neuen Eindruck. Die Vegetation ist üppig. Im Juni blühten überall die kleinen Bluebells, lila Rhododendren und vor allem Ginster, wild und in Mengen. Im August war das ganze Land mit blühendem Heidekraut bedeckt.

Wilder Rhododendron Leuchtender Ginster
The Old Man of Storr Kilt Rock

The Old Man of Storr begrüßt den Besucher schon von weitem, und am Kilt Rock hielten wir uns eine ganze Weile auf.

Wir hatten schönes Wetter und konnten uns von den Farben des Wassers, des Himmels und der Bergkette am Horizont nicht losreißen. Es war dieses auf Postkarten so kitschig wirkende Rosa. Dazu das dunstige Licht, ich konnte mit der Kamera leider nur wenig von der Stimmung einfangen und mit nach Hause nehmen.

Licht und Farbe Stimmung am Old Man of Storr

Vor unserer ersten Reise hatten wir uns auch etwas mit Schottlands Geschichte befaßt. Das sollte man machen, um bei Besichtigungen auch den historischen Hintergrund zu kennen. So wissen wir zum Beispiel, daß Bonny Prince Charly von Flora MacDonald heimlich aus dem Land gebracht wurde. Auf Skye erinnern einige Plätze an diese mutige Frau. Der kleine Weiler Kingsburgh oben im Norden der Insel besteht nur aus einigen kleinen Häusern. Hier steht z.B. noch das Haus, in dem Flora mit ihrem Mann und ihren sieben Kindern gelebt hat.

Flora MacDonald's Grab          Blackhouse Museum in Kilmuir

In Kilmuir besuchten wir Floras Grab und gleich nebenan ist ein Freilichtmuseum. Einige Blackhouses wurden stilgerecht nachgebaut und mit alten Gerätschaften eingerichtet, sodaß man sich ein gutes Bild machen kann über das schwere Leben der Crofters vor langer Zeit.

Ein echtes altes Blackhouse fanden wir, als wir durch die Felder fuhren. Das Haus ist noch privat bewohnt. Man kann es kaum glauben, daß jemand heute noch so ohne jeden Komfort leben kann.

Blackhouse

Wenn man nur auf der Hauptstraße fährt, kann man schon eine Menge besichtigen. Das taten wir auch. Aber wir machten eine zweite Runde, und da benutzten wir die Nebenstraßen, schmale Single Track Roads, auf denen uns kaum ein Auto begegnete.

Quiraing Massiv Einsames Telefon in den Quiraings

Im Norden der Insel auf der Halbinsel Trotternish führt so eine Straße durch das Quiraing Massiv. Das ist eine karge Landschaft mit kahlen Felsen, hin und wieder ein kleines Gehöft und sogar einer einsamen Telefonzelle am Straßenrand.

Die Cuillin Hills im Süden der Insel erschienen zunächst erdrückend. Je näher wir darauf zufuhren, desto dunkler und bedrohlicher wirkten sie auf uns. Aber es war so still und friedlich hier. Nur das krr-krr-krr der Cattlegrids unterbrach die Stille. Und die Schattenspiele, von Sonne und Wolken auf die Berge gezaubert, beruhigten die Sinne.

Am Ende setzte sich eine Lerche ganz in unserer Nähe auf einen Ast und sang aus voller Kehle. Schön war das.

Schattenspiele in den Cuillin Hills